Aus dem Gemeinderat: Politische Schwerpunkte im neuen Jahr

Von Philip Graf, Gemeinderat und Fraktionspräsident

Das Jahr hat so schrecklich begonnen, wie man es kaum für möglich gehalten hätte. Die furchtbare Brandkatastrophe in Crans Montana dürfte Sie wohl genau so sehr erschüttert haben wie mich. Trotzdem geht der berufliche und politische Alltag in Kloten weiter.

Dass politisch einiges läuft, dürfte Sie wohl kaum wundern, schliesslich befinden wir uns ja in einem Wahljahr. Ich möchte aber an dieser Stelle gar nicht weiter auf die Wahlen eingehen, sondern zwei Schwerpunkte aufgreifen, die neben den Wahlen in der Klotener Politik momentan anstehen:

Zum einen beraten wir zurzeit den Massnahmenkatalog 2027-2030 in der Energiekommission. In diesem Katalog definieren wir die klima- und energiepolitischen Massnahmen, welche wir als Stadt in den nächsten vier Jahren umsetzen wollen, damit wir unser langfristiges Emissionsziel von Netto-Null bis 2050 auch erreichen werden.

Für die Jahre 2023-2026 wurde bereits ein solcher Massnahmenkatalog verabschiedet. Auf dessen Grundlage konnten in den letzten Jahren beispielsweise das Förderprogramm Photovoltaik realisiert, die Stadt Kloten als Energiestadt Gold zertifiziert oder der Ausbau öffentliche Ladeinfrastruktur vorangetrieben werden. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem neuen Katalog hier anknüpfen und auch in den nächsten vier Jahren weitere solche Fortschritte im Bereich Klima & Energie verzeichnen können.

Sobald die Arbeiten am neuen Katalog in der Kommission abgeschlossen sind, wird er noch im Verlauf dieses Jahres gemeinsam mit einem entsprechenden Rahmenkredit im Gemeinderat behandelt.

Übrigens: Der Stand der Erfüllung der aktuellen Massnahmen sowie weitere interessante Daten zum Bereich Klima & Energie können auf dem Klimacockpit der Stadt Kloten abgerufen werden: klima-cockpit.kloten.ch

Zum anderen sammeln wir als SP Kloten nach wie vor Unterschriften für unsere neue Initiative zum Thema Wohnen. Konkret fordern wir mit unserer Initiative, dass bei Planungsmassnahmen, die zu einer Erhöhung der Wohnausnützungsmöglichkeiten führen, ein Mindestanteil an preisgünstigen Wohnungen festgeschrieben wird. Preisgünstig im Sinne des Gesetzes meint dabei, dass die entsprechenden Wohnungen zur Kostenmiete vermietet werden müssen, sprich auf die Miete darf keine Rendite gepackt werden.

Die Initiative greift ein bereits bestehendes Instrument auf: den §49b des kantonalen Planungs- und Baugesetzes. Dieser ermöglicht Gemeinden seit 2019, bei Mehrausnützungen einen Anteil an preisgünstigen Wohnungen vorzuschreiben. Nur hat der Stadtrat von dieser Möglichkeit bisher noch nie Gebrauch gemacht, weshalb wir nun mit der Initiative einen Mindestanteil fordern.

Unser Sammelziel von 1‘000 Unterschriften haben wir beinahe erreicht. Falls Sie unser Anliegen unterstützen, freuen wir uns sehr, wenn Sie an unserer nächsten Sammelaktion am 24. Januar (Samstagmorgen) in der Stadthauspassage vorbeikommen würden. Vielen Dank Ihnen schon im Voraus!

Diese Kolumne erschien am 15. Januar 2026 im Klotener Anzeiger.

Ansprechperson(en)

Philip Graf

Philip Graf

Fraktionspräsident & Gemeinderat

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