Die SP hat während der öffentlichen Auflage beantragt, dass von den rund 13 zusätzlichen Wohnungen, die durch den Gestaltungsplan der Allreal ermöglicht werden, mindestens die Hälfte – also rund 7 Wohnungen – als preisgünstige Wohnungen angeboten werden. Allreal lehnte diesen Antrag mit der Begründung ab, dass das Projekt dadurch nicht mehr rentabel sei.
Für die SP ist diese Argumentation ein Hohn. «7 preisgünstige Wohnungen mit einer solchen Begründung abzulehnen trifft all jene Klotener:innen, die mit den steigenden Mieten ein ernsthaftes Problem haben. Allreal hat 2024 einen Gewinn von 211 Millionen Franken erwirtschaftet. Dieser Gestaltungsplan zeigt einmal mehr, dass es Immobilienfirmen wie Allreal nur um die maximale Rendite geht», sagt Max Töpfer, Präsident der SP Kloten und Gemeinderat. «Die SP wird den Gestaltungsplan im Gemeinderat deshalb ablehnen.»
Stadtrat hat weiterhin keinen Plan gegen die steigenden Mieten
Während Immobilienfirmen ihre Renditen maximieren, fehlt es seitens des Stadtrats am politischen Willen, um verbindliche Massnahmen für bezahlbare Wohnungen einzufordern. Dabei ist der Druck aufs Portemonnaie der Klotener:innen gross. Wer heute in Kloten eine Wohnung sucht, zahlt im Schnitt rund 16 Prozent mehr als vor vier Jahren. Viele Menschen können sich die steigenden Mieten schlicht nicht mehr leisten.
SP-Wohninitiative schafft klare Regeln für bezahlbare Wohnungen
Um der Wohnungskrise entgegenzuwirken, hat die SP im vergangenen Herbst eine neue Klotener Wohninitiative lanciert. Die Initiative verlangt, dass bei Aufzonungen mindestens die Hälfte und bei Ein- und Umzonungen ein Viertel der zusätzlichen Wohnungen zur Kostenmiete angeboten werden müssen.
«Für die Mieter:innen bedeutet unsere Initiative finanzielle Entlastung und stabile Mieten, weil Spekulationen und überhöhte Renditeforderungen verhindert werden. Mit unserer Wohninitiative nehmen wir die Politik und Immobilienfirmen in die Pflicht, damit endlich auch bezahlbare Wohnungen entstehen», erklärt Max Töpfer.
